Treffpunkt : Kultur
Montag, 18. März 2002, 1930 Uhr
im Kulturkeller, Neuss, Oberstraße 15
„ Sie müssen
bedenken,
(Aus „legende“)
daß ich gezwungen war,
mein spätwerk
schon in den dreißigern zu liefern.
wenn sie dieses buch lesen,
bin ich berühmt,
kunststück,
aber jetzt!
wenn sie dieses buch lesen,
bin ich schon lange tot.
hoffentlich! “

Foto:
Rainer Hempel
„schreiben
schwulsein kommunistsein“
ronald m. schernikau
geboren
1960 in magdeburg, ddr, wächst ab 1966 in lehrte bei hannover, brd, auf, zieht
1980 nach westberlin, studiert ab 1986 am institut für literatur johannes r.
becher in leipzig, DDR, erwirbt 1989 die staatsbürgerschaft der ddr und lebt
als dramaturg des henschelverlages in berlin. er stirbt 1991 an Aids.
veröffentlichungen: „kleinstadtnovelle“
1980; „die tage in L.“ 1989,
2001; „DANN HÄTTEN WIR NOCH EINE CHANCE“ 1992, „Legende“ 1999
spricht über Leben und Werk
ihres Sohnes und liest aus dem „Kundschafterroman“ „Die Tage in L.“ und aus dem nachgelassenen „großen Roman“ „Legende“