
Kirche und Kapital
Der katholische Sozial-Ethiker Prof. Friedhelm Hengsbach korrigierte in einem Interview der RP vom 18. Juni einige irrige Auffassungen innerhalb der gläubigen Bevölkerung über die Bedeutung der christlichen Moral: „Von einem Unternehmer, der auf dem Markt keine großen Handlungsspielräume hat, kann man nicht erwarten, dass er Löhne zahlt, die alle seine Konkurrenten nicht zahlen, dass er ausschließlich umweltfreundliche Produkte herstellt oder dass er Frauen einstellt, obwohl er genau weiß, dass nur die Hälfte von ihnen erwerbswirtschaftlich verfügbar sein wird. Also: Überfordern darf man mit moralischen Vorstellungen keinen Unternehmer. … Wenn er den Beschäftigungsstand aufgrund der Marktsituation nicht halten kann, muss er – so verantwortlich wie eben möglich – auch Leute entlassen.“ Credo in unum deum et in die Marktwirtschaft!