
Der Einzelhandel klagt,
die Stimmung sei schlecht: „…
das Weihnachtsgeschäft habe nicht den erhofften Ausgleich für vergangene
Rückschläge gebracht.“ (RP, 10.3.04) Waltraud Nitsch vom Einzelhandelsverband
weiß auch einen Grund zu nennen: Die Leute seien verunsichert wegen der „auf
sie zu kommenden Kosten für Gesundheit und Alterssicherung.“ (ebd.)
Die von den Gewerbetreibenden
geforderte und vom Staat durchgesetzte Verarmung trägt nun ihre Früchte. Die
Zahlungsfähigkeit der allgemeinen Bevölkerung lässt zu wünschen übrig.
Aber Pessimismus ist hier
nicht am Platze. Der Chef-Ökonom des Neusser Monat sieht gute Perspektiven für den
Handel, wenn er den bisher eingeschlagenen Weg weitergeht: 50 000 Jobs habe man
2003 abgebaut und 2004 kämen wohl noch 30 000 Stellen hinzu, erklärt laut
Rheinischer Post der Präsident des Einzelhandelsverbandes, Hermann Franzen. Wie
viele Vollzeitstellen in 400-Euro-Jobs umgewandelt wurden, geht aus der Meldung
leider nicht hervor.
Aber von einem weiteren
positiven Trend weiß Frau Nitsch zu berichten. In den letzten fünf Jahren
hätten allein in Düsseldorf von 4500 Firmen, die ihr Geld durch Handel
verdienen, 200 dicht gemacht.
Rationalisierung,
Stellenabbau und gnadenlose Konkurrenz sind die Mittel, wieder schwarze Zahlen
zu schreiben. Bauernopfer sind die notwendige Konsequenz und Voraussetzung
eines erfolgreichen Geschäftes.