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Der Finanzexperte der Rheinischen Post, Winfried Münster, erteilte in
einem Kommentar vom 11. November den in letzter Zeit oft gescholtenen Gewerkschaftern
der IG Metall ein unerwartetes Lob. Die angekündigte Lohnforderung in
Höhe von vier Prozent sei "die schiere, in Ziffern ausgedrückte
Vernunft". Das hatte Münster von dem "leitende(n) Fundamentalist(en)"
Jürgen Peters als Chef der IG Metall nicht erwartet. Aber einmal auf
dem richtigen Weg sagt Münster auch noch, wo das Ziel gewerkschaftlichen
Handelns sein müsse: "Vonnöten wäre allerdings etwas ganz
anderes: Alle Gewerkschaften verständigen sich mit allen Arbeitgebern
auf eine Nullrunde, auf noch erheblich flexiblere Arbeitszeiten und vor allem
auf Tarifspreizung nach unten. Dann gäbe es etwas viel Wertvolleres:
mehr Jobs." Obwohl Münster hier im Konjunktiv II spricht, weiß
er, dass die Gewerkschaften die Unverschämtheiten nicht glattweg zurückweisen,
sondern ihre Dialogfähigkeit unter Beweis stellen werden.