Es reicht nicht, dass man in einem der wohlhabendsten Länder der Welt von
allen Reichtümern ausgeschlossen ist, noch nicht mal die Möglichkeit
bekommt, sich per Arbeit eine Existenz zu sichern! Um an das klägliche
Geld zu kommen, das der Staat einem noch zugesteht, werden zumindest in Neuss
jetzt noch höhere Hürden aufgebaut! Sozialamtsleiter Peter-Josef Oebel
und Konsorten feiern auf Kosten der Ärmsten der Armen ihre Sparerfolge
für die Kreisgemeinschaft und dürften damit sicherlich ihre nächsten
Karrieresprünge vorbereiten. Gibt es eigentlich Prämien pro Sozialhilfeempfänger,
dem man seine Existenz bestreitet? Schläft man eigentlich noch gut bei
solchen Aktionen oder meldet sich da nachts auch schon mal das Gewissen? Sicherlich
nicht, denn man dürfte wohl ideologisch so gefestigt sein, dass man Sozialhilfeempfänger
sowieso nur für asoziales Pack hält, das eigentlich ins Arbeitslager
gehört. 30 Prozent weniger Anträge auf Sozialhilfe! Bravo Herr Oebel!
Diejenigen Ihrer Betreuten, die sich nicht noch mehr erniedrigen wollen, werden
wir sicherlich demnächst im Stadtgarten oder in den Hauseingängen
der City begrüßen dürfen!
U. Ippers